Schwarzer Heimspiel-Samstag für die Damen 1 und 3
Heimspielnachmittag in St. Johann: Um 13 Uhr starteten die Damen 3 in der Vogesenhalle gegen Therwil, um 15 Uhr folgten wir, die Damen 1, in der St. Johann-Turnhalle gegen KTV Basel. Leider spielten wir Damen mit dem gleichen Resultat: Beide Teams mussten sich mit 0:3 geschlagen geben.
Die Damen 3 zeigten vor allem im dritten Satz nochmals Kampfgeist und lagen dort sogar in Führung, konnten den Satz am Ende aber trotzdem nicht nach Hause bringen.
Der Start in die Partie von uns gegen KTV Basel verlief bereits etwas hektisch. Die Schreiberin der Damen 3 traf deutlich verspätet ein, während der Schiedsrichter bereits mit einer Spielverschiebung drohte. Also mussten wir kurzfristig improvisieren: Unsere verletzte Mittelblockerin Lilla sprang kurzerhand am Schreibertisch ein, damit das Spiel überhaupt starten konnte. Der Schiedsrichter nahm die Formalitäten dabei sehr genau und erinnerte mehrmals an die pünktliche Stellung der Schreiberin – die Stimmung war also schon vor dem ersten Ballwechsel etwas angespannt.
Sportlich war die Ausgangslage ebenfalls nicht ideal: Lilla hatte sich bereits am Donnerstag im Training am Knie verletzt und konnte kaum laufen, war aber zum Glück trotzdem zur Unterstützung in der Halle. Irene weilte leider noch in Italien, Martina ist seit Wochen in den Bergen, Aline kämpfte noch mit einem Hexenschuss, unsere Stamm-Libera Sotia ist weiterhin verletzt und Jase erholt sich noch von ihrer Operation. Kurz: Improvisation war wieder einmal angesagt.
Also wurde umgestellt. Unsere Not-Libera Thea rückte kurzerhand auf die Mitte, bekam noch Sondertraining kurz vor dem Spiel und machte ihre Sache dort wirklich gut. Jeanine – unser „Chamäleon“, das gefühlt jede Position spielen kann – übernahm wieder die Libera-Rolle und erledigte ihren Job ruhig und souverän, klärte viele Situationen und holte einige schwierige Bälle. Lea spielte heute deutlich mehr auf Dia als auf Pass und setzte das ebenfalls stark um.
Der erste Satz begann allerdings denkbar schlecht. Wir gerieten früh deutlich in Rückstand und mussten uns Punkt für Punkt zurückkämpfen. Beim Stand von 18:18 hatten wir es tatsächlich geschafft, wieder gleichzuziehen – aber die ganze Aufholjagd hatte Kraft gekostet, und am Ende ging der Satz mit 25:22 an KTV Basel.
Der zweite Satz war dann eigentlich genau das Gegenteil von dem, was wir diese Saison leider schon öfter erlebt haben. Zwar haben wir auch diesmal wieder den zweiten Satz verloren – aber diesmal nicht, weil wir schlecht anfingen. Im Gegenteil: Wir spielten einen richtig starken Satz, lagen über weite Strecken vorne und führten sogar mit 22:18. Erst am Schluss kippte das Ganze noch. Eine Serviceserie von KTV Basel brachte uns im K1 aus dem Rhythmus. Da unsere beiden Timeouts bereits verbraucht waren, blieb nur noch eine Möglichkeit: Wechsel, um die Serie von den Gegnerinnen zu unterbrechen. Insgesamt fünf Wechsel in diesem Satz und es wurde alles versucht, um den Lauf zu stoppen. Am Ende ging der Satz trotzdem noch mit 27:25 verloren. Bitter, denn dieser Satz hätte eigentlich uns gehören können.
Auch der Schiedsrichter sorgte im Spielverlauf immer wieder für Diskussionen. Der junge Referee versuchte seine Aufgabe sehr genau zu nehmen und pfiff mehrfach vermeintliche Positionsfehler auf beiden Seiten ab – teilweise mitten im Spielzug, der dann wiederholt werden musste. Das sorgte nicht nur bei uns, sondern auch bei den Gegnerinnen für einige fragende Blicke und auch teilweise für Frust.
Im dritten Satz versuchten wir nochmals, das Spiel zu drehen, doch KTV Basel spielte nun stabiler und entschied auch diesen Durchgang mit 25:20 für sich. Beim Stand von 24:19 gegen uns bekam Marianne als Coach/Spielerin dann auch noch eine gelbe Karte wegen Spielverzögerung. (Was man nicht alles versucht.)
Am Ende steht zwar eine 0:3-Niederlage, aber das Resultat erzählt nur einen Teil der Geschichte. Mit den vielen Umstellungen im Team haben wir phasenweise sehr gutes Volleyball gezeigt – besonders im zweiten Satz, den wir lange klar kontrolliert hatten. Wenn wir diese Stabilität künftig über einen ganzen Satz – oder besser noch über ein ganzes Spiel – durchziehen, wird sich das auch wieder im Resultat zeigen.
Es spielten: Laura, Lea, Fabienne, Sara, Thea, Aline, Andrea, Océane, Jeanine, Marianne