Rückspiel Damen 1 gegen Gelterkinden
Mit Gelterkinden wartete ein Gegner, der uns aus der Vorrunde noch bestens in Erinnerung war. Damals hatten wir vor allem mental zu kämpfen und waren zudem nicht optimal aufgestellt. Umso klarer war unser Ziel für heute: Wir wollten zeigen, dass wir als Team einen Schritt weiter sind.
Die Ausgangslage war erneut nicht einfach. Mit Thea, Sotia, Fabienne, Martina und Jase fehlten gleich vier Spielerinnen. Am Ende standen nur noch neun Spielerinnen auf dem Matchblatt, wobei Lilla mit Knieschmerzen und Marianne mit Rückenschmerzen angeschlagen waren. Schlussendlich waren sieben Spielerinnen wirklich voll einsatzfähig – und genau diese sieben haben heute enorm viel von unseren Trainingszielen umgesetzt.
Der Start ins Spiel war richtig stark. Wir spielten mutig, konzentriert und mit viel Energie. Im ersten Satz stimmte vieles: Druck im Service und sensationelle Angriffe. Wir belohnten uns verdient mit einem 25:19-Satzgewinn. In den folgenden Sätzen kippte das Resultat leider zugunsten von Gelterkinden. Satz zwei, drei und vier gingen mit jeweils 25:16 an den Gegner. Doch auch wenn das Endresultat schmerzt, gibt es viele positive Punkte, die wir aus diesem Spiel mitnehmen.
Besonders im K2 haben wir heute wirklich gefightet. Die Defensivarbeit war leidenschaftlich, wir haben um jeden Ball gekämpft und uns gegenseitig immer wieder gepusht. Das war eine geschlossene Teamleistung und mental sehr stark – genau das, was wir uns in den letzten Wochen erarbeitet haben. Ein grosses Highlight war zudem Lilla, die heute erstmals in dieser Saison ein Meisterschaftsspiel auf der Diagonalposition absolvierte. Sie hat sehr konzentriert gespielt und die neue Rolle gut umgesetzt.
Auch wenn es am Ende nicht gereicht hat: Diese Leistung war ein Schritt in die richtige Richtung. Der Einsatz, der Kampfgeist im K2 und die mentale Haltung machen Mut für die kommenden Spiele.
Jetzt heisst es: weiterarbeiten, weiterentwickeln und genau dort anknüpfen.
P.S:
Auch neben dem Feld war heute viel Charakter gefragt. Die Schiedsrichterin liess sich diesmal nicht durch das sehr laute und teilweise unsportliche Auftreten des gegnerischen Trainers verunsichern. Wir hingegen blieben fair und korrekt. Bereits im ersten Satz kam es zu einer Szene, die das Spiel emotional prägte. Bei einem klaren Touch von Gelterkinden zeigte die Schiedsrichterin zunächst „out“ und entschied den Punkt gegen uns. Andrea als Kapitän reklamierte, woraufhin die Schiedsrichterin die Spielerin von Gelterkinden direkt fragte. Diese bestätigte den Touch ehrlich, und der Punkt wurde korrekt für uns gegeben. Der gegnerische Trainer kommentierte dies jedoch nur mit der Aussage an seine eigene Spielerin, dass man Touches nicht zugeben müsse, wenn die Schiedsrichterin bereits entschieden habe. In den folgenden Sätzen zeigte sich dann ein völlig anderes Verhalten von seiner Seite: Bei praktisch jedem knappen Ball auf unserer Seite brüllte er lautstark durch die Halle, wir müssten „fair sein“ und Bälle zugeben – obwohl wir unsere Bälle jederzeit korrekt angezeigt haben und dies auch ohne Aufforderung der Schiedsrichterin taten. Dieses widersprüchliche und sehr herrische Auftreten ist einfach unfair und hätte auch mal geahnet werden dürfen.