TV St. Johann, Basel
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, Marianne

Damen 1 St. Johann – Rückspiel gegen Münchenstein

Revanche gelungen

Kurz nach den Weihnachtsferien hatten wir bereits ein Saisonspiel. Nach nur einem Training am vergangenen Donnerstag ging es heute ins Rückspiel gegen Münchenstein. Wir erinnerten uns nur zu gut an das Hinspiel, das wir mit 1:3 verloren hatten – damals noch mit einer gerade erst aus der Verletzungspause zurückgekehrten Sara, die noch nicht voll einsatzfähig war. Heute war sie wieder ready.

Die Personalsituation blieb dennoch herausfordernd: Sotia pausiert weiterhin nach ihrer Operation, Jase befindet sich nach Kreuzband-OP in der Rehabilitation (immerhin inzwischen wieder an Krücken unterwegs), Martina weilt in den Bergen, Thea konnte ebenfalls nicht dabei sein. So reisten wir mit zehn Spielerinnen an – immerhin wieder mit Wechseloptionen. Jeanine übernahm die Libera-Position.

Der Start in die Partie gelang diesmal deutlich besser als im Hinspiel. Mit konzentriertem Spielaufbau, stabiler Annahme und mutigen Angriffen entschieden wir den ersten Satz verdient mit 25:21 für uns. Besonders auffällig: die starke Serviceserie von Aline, mit der wir früh Druck aufbauen konnten.

Der zweite Satz ging leider erneut verloren – ein bekanntes Muster in dieser Saison. Doch das Team blieb ruhig.

Im dritten Satz wurde es dann richtig dramatisch. Früh gerieten wir mit 9:17 in Rückstand – ein Déjà-vu schien sich anzubahnen. Doch wir behielten die Nerven. Wir brachten den Service der gegnerischen Nummer 7 endlich unter Kontrolle und dann kam Lea an den Service. Ruhig, fokussiert, ohne Hektik – eine lange, druckvolle Serviceserie ohne direkte Asse, aber mit enormem Einfluss auf den Spielrhythmus. Die Ballwechsel wurden länger, der Rückstand schmolz. Beim Stand von 18:18 war der Ausgleich geschafft.

Es folgte ein echter Krimi:
19:19, 20:20 (nach einer Wiederholung), 21:22, 22:22, 23:23, 23:24 – Satzball für Münchenstein. Doch wir wehrten ab, stellten auf 24:24 und holten uns den Satz schliesslich mit 26:24. Lea machte erneut den entscheidenden Service – und realisierte erst nach dem Punkt, dass der Satz gewonnen war.

Mit der 2:1-Satzführung im Rücken folgte im vierten Satz eine taktisch ungewöhnliche, Entscheidung: Marianne liess exakt dieselbe Startaufstellung wie im dritten Satz auf dem Feld. Und es funktionierte.

Laura eröffnete mit einer starken Serviceserie – 4:0-Führung. Danach kam Münchenstein wieder auf, zwischenzeitlich stand es 7:10 gegen uns.

Beim Stand von 8:10 kam es zu einer umstrittenen Szene:
Laura schlug klar gegen den gegnerischen Block, der Ball flog ins Aus – Touch. Die Schiedsrichterin entschied zunächst auf Out gegen uns, korrigierte sich dann auf Wiederholung. Münchenstein reagierte heftig, die gegnerische Nummer 8 reklamierte als Nicht-Kapitänin und sah dafür Gelb.

Kurz darauf wurde es nochmals kritisch: 9:14 Rückstand – der tiefste Punkt im vierten Satz.
Doch diesmal pushten wir uns als Team gegenseitig und kämpften uns Punkt für Punkt zurück. Lea brachte uns erneut mit starken Services zurück ins Spiel, beim Stand von 16:16 war wieder alles offen.

Jetzt kippte das Spiel endgültig auf unsere Seite – auch wenn es verdammt knapp war. Die Annahme stand stabil, wir agierten mutig im Angriff und verteidigten konsequent. Münchenstein geriet zunehmend unter Druck und begann mehr Fehler zu machen.

In dieser Phase übernahmen mehrere Spielerinnen Verantwortung: starke Abwehraktionen, clevere Angriffslösungen und ein geschlossenes Auftreten als Team sorgten dafür, dass wir die Führung ausbauten.

Beim Stand von 20:18 für uns nahm Münchenstein nochmals ein Timeout – doch wir blieben ruhig, fokussiert und konsequent in der Umsetzung. Jeder Punkt wurde gefeiert, jede Abwehr gepusht.

Auch in der heissen Schlussphase liessen wir uns nicht mehr beirren. Wir blieben motiviert aber auch diszipliniert, nutzten unsere Chancen und entschieden den Satz schliesslich verdient mit 25:22 für uns.

Endstand: 3:1-Sieg für uns 😊

Eine starke Teamleistung, bei der praktisch alle Trainingsziele umgesetzt wurden – inklusive taktischer Umstellungen direkt im Spiel. Besonders hervorzuheben sind die Serviceserien von Aline im ersten Satz sowie von Lea und Laura in den entscheidenden Phasen.

Jeanine bewies einmal mehr, warum sie unser „Chamäleon“ ist: Normalerweise Aussen oder Diagonal, heute als Libera im Einsatz – und wie immer zuverlässig.

Und auch unsere Topscorerin Océane zeigte erneut ihre Klasse: stark im Angriff, präsent im Block und sehr effizient im K2.

Eine gelungene Revanche, eine mentale Meisterleistung – und ein Sieg, der dem Team richtig gut tut.