Santichlaus im Kannenfeldpark
Die Tische sind mit Mandarinen, Nüssen Tannenzweigen und Schöggeli festlich gedeckt. Eine fröhliche Schar, alles Mitglieder unseres Vereins, Eltern mit ihren Kindern, Grosseltern mit Ihren Enkelkindern, treffen im Igelsaal im Kannenfeldpark ein. Alle sind gespannt auf den Santichlaus, der sich an diesem Abend angemeldet hat. Wo steckt er bloss? Während der Zeit des Wartens kann man mindestens schon mal die Nussknacker ausprobieren, die auf den Tischen rumstehen, auch Glühwein wird schon angeboten oder Punsch, die alkoholfreie Variante. Wir wollen eigentlich nicht zu viel knabbern, denn wir sehen einen grossen Topf auf dem Rechaud mit einer feine Kürbissuppe.
Plötzlich, durch die grossen Fenster des Saals, hat eines der Kinder den Santichlaus entdeckt, der auf uns zu kommt. Schnell rennen Alle zur Türe, um unseren Gast hereinzulassen. Mit seinem roten Mantel, dem weissen Bart und dem schweren Sack tritt er ein und begrüsst alle Anwesenden freundlich. Er setzt sich auf einen für ihn bereitgestellter Stuhl und die Kinder sind still und ziehen sich zu ihren Mamis oder Grossmamis zurück, sicher ist sicher!
Der Chlaus holt ein grosses und schweres Buch aus seinem Jutesack und schlägt es auf. Er hat sich zu jedem Kind etwas notiert, was ihm durch das vergangene Jahr aufgefallen ist. Die Kinder, die anfangs so aufgeregt und lebendig waren, bringen fast kein Wort über die Lippen, wenn sie vom Santichlaus etwas gefragt werden. Er hatte viele gute Taten zu vermelden, fordert aber die Kinder auf, an ihren weniger guten «Mödeli» zu arbeiten. Ein paar der Kinder kennen auch ein Värsli oder sie singen zusammen ein Lied vor. Auf jeden Fall, jedes Kind bekommt ein «Chlausesäckli» zur Belohnung.
Der Santichlaus erzählt aus seinem Bilderbuch noch eine Geschichte. Eines der Mädchen hilft ihm, die Buchseiten zu drehen. So lauschen wir der Geschichte von dem Santichlaus, der vom Dorfpolizisten fälschlicherweise eingesperrt wurde, weil er dachte er sei ein Dieb. Der Irrtum wurde zum Glück aufgeklärt und der Chlaus konnte seine Geschenke aus dem vollbepackten Sack den Kindern im Dorf doch noch rechtzeitig verteilen.
Auch unser Santichlaus hat alle Geschenke verteilt und verabschiedet sich wieder. Die dampfende Suppe wird geschöpft, wer will mit einem Paar Wienerli. Brot, Zopf und anschliessend ein kleines Kuchenbuffet runden das feine Essen ab. Die Gäste schätzen das gemütliche Zusammensein unter Vereinsmitglieder verschiedener Riegen.
Die Organisatorinnen der Damenriege bedanken sich bei Allen, die dabei waren, und somit geholfen haben, diesen traditionellen Anlass aufrecht zu erhalten.
Barbara