TV St. Johann, Basel
dr Verein im Quartier
, Marianne

Auswärtsspiel gegen Gelterkinden

Schiri im Stau

Der Abend in Gelterkinden begann bereits holprig, noch bevor der erste Ball gespielt wurde. Der offizielle Spielbeginn war auf 18:45 Uhr angesetzt (Was für eine Uhrzeit am Freitagabend, wenn man in der Hauptverkehrszeit von Basel nach Gelterkinden fahren muss!), doch kurz vor 18 Uhr kam die Nachricht, dass die Schiedsrichterin wegen Sta (?) später eintreffen würde. Statt eines geregelten Warm-ups zog sich die Wartezeit hin, wir überbrückten es mit plaudern, Zusätzlich war der Spielberichtsbogen bereits vor Anpfiff fehlerhaft ausgefüllt – keine idealen Voraussetzungen für einen ruhigen Spielbeginn.

Trotz allem fanden wir hervorragend ins Spiel. Im ersten Satz zeigten wir von Beginn weg ein konzentriertes und mutiges Auftreten und erspielten uns eine klare Führung bis zum 19:12. Gegen Satzende wurde es zwar nochmals unnötig eng, doch wir behielten die Nerven und brachten den Satz mit 25:22 nach Hause.

Eine Doppelauswechslung brachte sofort neue Energie ins Spiel. In dieser Phase kam es jedoch zu einer Situation, die den weiteren Spielverlauf stark beeinflussen sollte. Aus unserer Sicht lag kein Aufstellungsfehler vor, vielmehr hatte der Schreiber die Punkte mit Servicespielerin falsch notiert. Dennoch wurde uns die Situation angelastet. Es wurde Verwirrung gestiftet, uns ein Punkt aberkannt und dem Gegner zusätzlich ein Punkt zugesprochen. Die anschliessenden Diskussionen – auch durch den Trainer der gegnerischen Mannschaft – zogen sich lange hin und rissen uns endgültig aus dem Rhythmus. Der Satz war danach kaum mehr zu retten.

Auch in den folgenden beiden Sätzen fanden wir nicht mehr zu unserer Linie zurück. Die fehlenden Wechselmöglichkeiten machten sich zunehmend bemerkbar, unsere Konzentration schwankte und Gelterkinden nutzte die sich bietenden Chancen konsequent. So gingen auch der dritte und der vierte Satz an den Gegner, und wir mussten uns am Ende mit 1:3 geschlagen geben.

Erschwerend kam hinzu, dass wir an diesem Abend personell stark gefordert waren. Mehrere Spielerinnen, die uns normalerweise Stabilität und Wechselmöglichkeiten geben, fehlten aus ganz unterschiedlichen Gründen. Besonders ins Gewicht fiel das Fehlen unserer Stammlibera Sotia, deren Rolle Thea mit grossem Einsatz übernahm. Gleichzeitig mussten wir jedoch auf weitere Spielerinnen verzichten, die uns sonst Entlastung, Ruhe und taktische Varianten ermöglichen. Andrea fehlte aufgrund einer Weihnachtsfeier, Lea schaffte es zeitlich nicht rechtzeitig zum Spiel und unterstützte uns von der Tribüne aus, andere pausierten verletzungs- oder gesundheitsbedingt. Diese Konstellation machte sich im Verlauf des Spiels zunehmend bemerkbar. Uns fehlten nicht nur die gewohnten Automatismen, sondern auch die Möglichkeit, situativ zu reagieren, Druckphasen abzufangen oder gezielt neue Impulse zu setzen. Gerade in einem Spiel, das ohnehin von Unruhe und Unterbrüchen geprägt war, wog diese eingeschränkte personelle Situation besonders schwer.

Trotz der Niederlage nehmen wir viele positive Momente aus diesem Spiel mit. Laura übernahm in schwierigen Phasen viel Verantwortung und brachte auch aus nicht idealen Annahmen immer wieder präzise Zuspiele, die uns im Spiel hielten. Océane zeigte in der Abwehr grosse Präsenz und kratzte im K2 zahlreiche Bälle aus dem Blockschatten. Lilla setzte insbesondere im dritten Satz starke Akzente am Netz und stand phasenweise wie eine Blockwand. Sara bewies, dass sie nach ihrer Verletzung wieder voll einsatzfähig ist und brachte Stabilität sowie Mut ins Angriffsspiel.

Am Ende bleibt die Enttäuschung über das Resultat, vor allem nach einem so starken ersten Satz. Gleichzeitig wissen wir, dass längst nicht alles schlecht war. Wir nehmen dieses Spiel als Lernmoment mit und richten den Blick nach vorne.


Die Partie endete mit 25:22, 18:25, 17:25 und 16:25 aus unserer Sicht. Auf dem Feld standen Laura, Fabienne, Jeanine, Lilla, Aline, Sara, Océane, Thea und Marianne. Lea war ebenfalls mit dabei und unterstützte uns von der Tribüne aus. 

Leider haben wir nun ohne weitere Training gleich zwei weitere Spiele. Am Donnerstag geht es gegen Muttenz weiter und dann kommt bereits das erste Rückrundenspiel gegen Bubendorf am Samstag, 20.12.2025 und erst danach kommt dann dieses Jahr Weihnachten.